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Olaf Scholz, stellv. Parteivorsitzender der SPD: »Ich bin mit 17 Jahren in die SPD eingetreten, um für mehr Gerechtigkeit zu streiten. Das ist auch weiterhin mein wichtigster Ansporn. Weil das Archiv der Arbeiterjugendbewegung die Motive und das Engagement vieler Menschen, die für Gerechtigkeit gekämpft haben, dokumentiert und noch vielen Generationen zugänglich machen wird, unterstütze ich diese hervorragende Einrichtung«.

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Mitteilungen Ausgabe 2011-2
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Titel der Ausgabe 2011-II

Editorial

Zur nächsten Archivtagung laden wir sehr herzlich ein: Diesmal wieder im nächsten Jahr ab Freitag den 20. Januar 2012 ab 18 Uhr. Das Thema: Was macht die Gruppe aus und was macht die Gruppe mit den Menschen, die sie bilden? Aus der historischen, pädagogischen und verbandspolitischen Sicht haben dazu schon Autorinnen und Autoren in den letzten Mitteilungen Stellung bezogen. Den Blick auf die Wirklichkeit, soweit dies im Nachhinein möglich ist, will die nächste Tagung werfen: ganz konkret auf die Arbeit der Gruppen, deren Weg und Wirken sich uns durch ihre Selbstzeugnisse und ihr Selbstverständnis erschließen. Wir sind gespannt, ob wir es schaffen, auf diese Weise nicht nur über die Gruppenarbeit zu diskutieren, sondern sie auch zuerst einmal nachvollziehen zu können. Schön wäre es, wenn möglichst viele von euch an der Tagung teilnehmen, um dann auch das Spektrum der Erfahrung der Gruppenarbeit und des Gruppenlebens erfahrbar zu machen. 

Die euch vorliegenden Mitteilungen widmen sich dem Leben und Werk von Karl und Luise Kautsky und ihrer Bedeutung für die sozialistische Jugend. Beide gehören nicht zu denen, deren Bezug zur sozialistischen Jugend so unmittelbar deutlich ist wie etwa der von Karl Liebknecht oder Eduard Bernstein. Dies gilt übrigens auch für Rosa Luxemburg. Wenn, dann leistete Kautsky einen wichtigen Beitrag zur Orientierung und Theoriebildung in der Arbeiterjugendbewegung. Heute hat im Hause, in dem Karl und Luise lebten, der Bundesvorstand der SJD– Die Falken seinen Sitz und das gibt Anlass genug, sich ihrer zu erinnern. Nach dem Umzug des Bundesvorstands der SJD – Die Falken von Bonn nach Berlin war lange Zeit die Frage offen, wo in Berlin der Bundesvorstand eine dauerhafte Heimat finden würde.

Mit dem Kauf des Hauses in der Saarstraße 14 fand nicht nur die Bundesgeschäftsstelle ein Dach, sondern es eröffnete sich auch die Gelegenheit, ein Bildungs- und Begegnungszentrum an einem ganz besonderen Ort einzurichten, da das Haus in der Berliner Denkmalliste als Wohnhaus von Luise und Karl Kautsky geführt wird. Somit konnten die Falken ein Haus erwerben, das als Denkmal für die Bildungsarbeit einen direkten Zugang zur Geschichte der Arbeiterbewegung eröffnet. Um Luise und Karl Kautsky als bedeutende Personen der Geschichte der Arbeiterbewegung zu ehren, beschloß der Bundesvorstand der SJD – Die Falken, dem Haus den Namen Luise & Karl Kautsky-Haus zu geben.



Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 22. Dezember 2011 um 22:48 Uhr
 

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