Eric Schley, Diplom-Sozialarbeiter/Sozialpädagoge, Beisitzer im Bundes-F-Ring der SJD-Falken: »Förderer der Arbeit des Archivs der Arbeiterjugendbewegung zu sein, ist für mich als Mitglied der sozialistischen Jugendbewegung selbstverständlich. Der kritische Umgang mit unserer Verbands- und Bewegungsgeschichte ist Teil unserer Verbandsidentität. Das Archiv hat in den letzten Jahrzehnten für die sozialistischen Kinder- und Jugendarbeit vor Ort zur Verfügung gestanden und mit außergewöhnlichen Materialien so mancher Gruppenstunde zu tieferen historischen Erkenntnissen verholfen, als dies sonst möglich gewesen wäre«. |
| Von Mädelarbeit, Frauenquote und Doppelspitze |
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| Mittwoch, den 01. Dezember 2010 um 00:00 Uhr |
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Geschlecht – oder englisch gender – steht im Mittelpunkt der diesjährigen Tagung. Damit ist gemeint, dass wir hinterfragen wollen, was Weiblichkeit als Geschlecht eigentlich zu verschiedenen Zeiten innerhalb der Arbeiterjugendbewegung bedeutete. Dies zeigt schon, dass nicht von Weiblichkeit gesprochen werden kann, ohne auch Männlichkeit im Blick zu haben. Mit den unterschiedlichen Konstruktionen des sozialen Geschlechts änderten sich auch die Strategien der »Emanzipation« von Frauen und Mädchen im Verband und unterstützt durch den Verband. Während zum Beispiel in den 1950er-Jahren, ähnlich wie auch bei der SAJ der Weimarer Republik, davon ausgegangen wurde, dass die Mädchen sich vor allem an die Jungen anzugleichen hätten, um Benachteiligungen abzubauen, änderte sich im Laufe der 1970er- und 1980er-Jahre diese Annahme und die patriarchalen Strukturen und Normsetzungen an sich wurden problematisiert.
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