Seit hundert Jahren heißt "Liebe zur Natur" für die Naturfreunde sowohl Kampf für den freien Zugang zur Natur (Freier Zugang zu Seeufern und Wäldern!") als auch Natur- und Umweltschutz. Daß man Täter und Opfer zugleich war, wurde dem Touristenverein" schon um die Jahrhundertwende bewußt: Die grünen Roten entwickelten Modelle eines sanften Umgangs mit Natur und Volkstourismus und im Breiten- und Freizeitsport; sie erprobten neue Formen linker musischer und kultureller Bildung und antiautoritärer Jugendarbeit. Ihr genossenschaftliches Häuserwerk umfaßt heute in der Bundesrepublik über 500 Naturfreundehäuser. Das Buch ist ein illustriertes Lesebuch zur Geschichte der Naturfreundebewegung von Umweltschutzaktionen um die Jahrhundertwende bis zur Besetzung des Knechtsandes 1957, vom antifaschistischen Widerstand junger Bergsteiger bis zur Algerien- und Vietnamsolidarität der 50er und 60er Jahre. Besondere Aufmerksamkeit verdient eine Chronik der Naturfreunde und ihrer Nachfolgeorganisationen" in Sachsen, Thüringen, Berlin-Brandenburg und der ehemaligen DDR.
Autoren: Wulf Erdmann und Jochen Zimmer Gebundene Ausgabe 166 Seiten, zahlreiche Abbildungen
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