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Nachruf auf Edith Reinowski 

 

Sie ist 93 Jahre alt geworden (15.5.1910-29.3.2003) und war die letzte aus der älteren Reinowski-Generation, die eng verknüpft ist mit der Geschichte der Sozialistischen Jugend und den Falken in der Zeit vor 1933 und der Nachkriegszeit. In den 20er Jahren war sie Helferin bei den Kinderfreunden, heiratete dann den Sekretär der Braunschweiger Falken Kurt Reinowski. Erst nach dem Kriege konnten sie ihre Arbeit fortsetzen und haben entscheidend mitgewirkt, die SJD-Die Falken organisatorisch zu festigen. Bedeutsamer noch war ihr Anteil an der kulturellen Gestaltung der Falkenarbeit. Edith Reinowski schrieb Gedichte und Lieder für die Falken, auch das Frühlingsspiel für die Wanderfalken „In dunkler Erde keimt die Saat“. Schreiben war in der Familie nichts Außergewöhnliches. Kurt, ihr Mann, gab 1953 das Handbuch zur Festgestaltung „Feste und Feiern“ für die Falkengruppen heraus, Ihr Schwager Max Reinowski schrieb das Märchenspiel „Drei Wünsche. Ein anderer Schwager Hans Reinowski (1922/23 Vors. der SAJ in Braunschweig) wurde nach seinem skandinavischen Exil Chefredakteur des „Darmstädter Echos“, Heinz Reinowski, ebenfalls ein Helfer der Kinderfreunde konnte nach seiner Haft im KZ Dachau in die USA fliehen und Werner Reinowski wurde Schriftsteller (Werner Reinow), schloss sich 1932 der KPD an und lebte seit 1952 als freier Autor in der DDR. 

Edith Reinowski hielt lange Kontakt mit dem Archiv der Arbeiterjugendbewegung. Zuletzt war sie im September 1993 bei einer Tagung dabei. Überflüssig zu sagen, dass Edith Reinowski nicht vergessen werden wird. Schließlich gibt es das Archiv. 

Heinrich Eppe

 

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