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Die Jahrestagung "'Vorwärts und nicht vergessen!' Das Archiv der Arbeiterjugendbewegung als Gedächtnisort" bildete den Auftakt für eine vertiefende Beschäftigung mit Erinnerungen von Arbeiter*innenjugendbewegten – und eines größer angelegten Oral-History-Projekts im Archiv. 

 

Erzählcafés

In den Erzählcafés konnten die Teilnehmer*innen der Jahrestagung 2024 einen Einblick erhalten, wer auf welche Weise worüber erzählt und welche Bedeutung die Sozialisation im Arbeiter*innenjugendverband für viele haben kann. Aber noch mehr wurde sichtbar: die Bedeutung des Archivs als Gedächtnisort. Die vielfältigen Erinnerungen an die Arbeiter*innenjugendbewegung wurden dokumentiert und können zukünftig im AAJB nachgehört und für Bildungsarbeit oder wissenschaftliche Forschung zweitverwertet werden. Die Erzählcafés sind aber nur ein erstes Puzzleteil dieses größer angelegten Projektes des AAJB.

 

Lebensgeschichtliche Fragebögen

Ein zweites Puzzleteil ist ein Fragebogen, der vom Archivteam in Kooperation mit dem Vorstand des Förderkreises „Dokumentation der Arbeiterjugendbewegung“ entworfen wurde. Das Ziel dieses qualitativen, lebensgeschichtlich orientierten Fragebogens ist eine Annäherung an das Feld der Erinnerungen und Prägungen der Arbeiter*innenjugendbewegten entlang der übergeordneten Frage: Welche Bedeutung spielte die Sozialisation im Arbeiter*innenjugendverband für das Leben? Aus dieser Forschungsfrage leiten sich die weiteren Fragen ab. Neben geschlossenen Fragen, etwa zu biographischen Basisdaten, wurde dabei ein besonderer Fokus gelegt auf offene Fragen. Dieses Vorgehen bedingt allerdings auch, dass die Auswertung der Fragebögen deutlich zeitintensiver ist, als etwa ein standardisierter Fragebogen mit Skalen, Ankreuzmöglichkeiten oder Ja-/Nein-Fragen. So wird ein Raum für individuelle Antworten ermöglicht zu verschiedenen Themen.

Die Fragebögen sowie die Nutzungsvereinbarungen stehen zur Verfügung unter: 

arbeiter:innenjugendbewegt geprägt: Fragebogen

arbeiter:innenjugendbewegt geprägt: Nutzungsvereinbarung

Wir freuen uns über die weitere Verbreitung des Fragebogens an Interessierte. So soll ein breiter Adressat:innenkreis angesprochen werden, der ermöglicht, dass die Fragen innerhalb des Fragebogens für (ehemalige) Mitglieder der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken, des Jugendwerks der Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Naturfreundejugend, Schreberjugend oder DGB-Jugend ebenso anschlussfähig sind wie für Arbeiter:innenjugendbewegte aus anderen Organisationen und über Westdeutschland hinaus.

Wir laden all jene, die sich durch den Fragebogen angesprochen fühlen, herzlich dazu ein, diesen sorgfältig auszufüllen. Selbstverständlich steht es allen Teilnehmenden frei, einzelne Fragen umfänglich als Fließtext, stichwortartig, nur teilweise oder auch gar nicht zu beantworten.

Den ausgefüllten Fragebogen bitten wir dann per Post oder E-Mail an uns zurückzusenden. Eine Einreichungsfrist gibt es nicht! Wir hoffen, dass auch in fünf, zehn, zwanzig oder mehr Jahren ehemalige Arbeiter:innjugendbewegte ausgefüllte Fragebögen an das AAJB senden. Diese Fragebögen sollen als stetig erweiterbares Konvolut im AAJB archiviert werden, um die Erinnerungen und Prägungen der Arbeiter*innenjugend zu sichern und für Forschung und Bildungsarbeit nutzbar zu machen.

Über die schriftliche Nutzungsvereinbarung mit verschiedenen Optionen stellen wir in gegenseitigem Einvernehmen die Nutzungsart der ausgefüllten Fragebögen im AAJB sicher. Bei Fragen stehen wir hier jederzeit zur Verfügung.

 

Zeitzeug:inneninterviews

Die ausgefüllten Fragebögen dienen als Ausgangspunkt für ein – als drittes Puzzleteil – größer angelegtes Oral-History-Projekt im AAJB. Das Ziel ist die Erhebung narrativer, lebensgeschichtlich orientierter Interviews mit Zeitzeug:innen aus der Arbeiter:innenjugendbewegung nach 1945. Diese nach methodischen Standards der Oral History geführten Zeitzeug:inneninterviews sollen archiviert und nutzbar gemacht werden. Ein solches Projekt bedarf personeller, zeitlicher und materieller Ressourcen, die vom Archivteam allein nicht bereitgestellt werden können. Aus diesem Grund wollen wir im Rahmen der historisch-politischen Bildungsarbeit in Workshops und Handreichungen die Grundlagen vermitteln, wie methodisch fundierte, rechtlich abgesicherte, technisch einwandfreie, inhaltlich aussagekräftige Zeitzeug:inneninterviews geführt werden können. Ergebnisse aus den Interviews sollen überdies im Rahmen der Schriftenreihe, der Mitteilungen und der digitalen Angebote des AAJB veröffentlicht werden. 

Das Archiv der Arbeiterjugendbewegung ist seit über 40 Jahren ein Gedächtnisort der Arbeiter*innenjugendbewegung. Die Jahrestagung „'Vorwärts und nicht vergessen!' Das Archiv der Arbeiterjugendbewegung als Gedächtnisort" stellt das Erinnern derjenigen in den Fokus, die nach 1945 in der Jugendverbandsarbeit sozialisiert wurden. Welchen Einfluss hatten diese Erfahrungen und Erlebnisse auf ihr weiteres Leben? Welche Wert- und Normvorstellungen, welche Kompetenzen und Fertigkeiten sind in dieser Lebensphase vermittelt? In Vorträgen von Prof. Dr. Barbara Stambolis (Münster), Maria Daldrup und Arne Schott (Oer-Erkenschwick), Prof. Klaus Schäfer (Köln) und Harald Wirbals (Herten) wird die Bedeutung des Erinnerns herausgearbeitet. In Erzählcafés wird anschließend ein Raum eröffnet, sich über arbeiter*innenjugendbewegte Erinnerungen und Prägungen auszutauschen. Das Programm zum Download findet ihr auch nochmal hier.

Die Jahrestagung bildet den Auftakt für eine vertiefende Beschäftigung mit Erinnerungen von Arbeiter*innenjugendbewegten, für lebensgeschichtliche Interviews (Oral History) sowie die Sammlung von autobiographischen Materialien im Archiv der Arbeiterjugendbewegung.

Die Archivtagung findet in Präsenz in den Räumlichkeiten des Archivs der Arbeiterjugendbewegung statt. Die Teilnehmer*innenzahl vor Ort ist allerdings begrenzt. Anmeldungen zur Jahrestagung des Archivs der Arbeiterjugendbewegung werden bis zum 15. Januar 2024 erbeten über das Anmeldeformular. Einfach ausgefüllt per Post (Archiv der Arbeiterjugendbewegung, Haardgrenzweg 77, 45739 Oer-Erkenschwick) oder Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) an uns senden.

Wir freuen uns über eine rege Teilnahme!

2024 Jahrestagung AAJB Programm

2023 Jubilum AAJB Programm HEader

Am 23. September 2023 begeht das Archiv der Arbeiterjugendbewegung mit einem Festakt in Oer-Erkenschwick seinen 40. Geburtstag! Gemeinsam mit uns nahestehenden Vertreter*innen aus Politik und Öffentlichkeit, Wissenschaft und Archivwesen, Jugendverbänden und Förderkreis feiern wir dieses Jubiläum.

Los geht es um 14.45 Uhr mit einer Begrüßung und Einführung von Prof. Klaus Schäfer (Staatssekretär a.D., Köln), dem Vorsitzenden unseres Kuratoriums, sowie einem kurzen Grußwort von Dr. Rolf Mützenich (MdB, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion). Es folgen Grußworte von Lorenz Bahr (Staatssekretär im Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration, NRW), Frederick Cordes (Generalsekretär der SPD NRW) und Johannes Kemper (stellv. Bürgermeister von Oer-Erkenschwick, SPD).

In zwei Gesprächsrunden werden wir dann über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Archivs der Arbeiterjugendbewegung sprechen. Hierzu freuen wir uns auf Vertreter*innen aus der Archiv- und Forschungslandschaft (Prof. Dr. Stefan Berger, Dr. Anja Kruke, Dr. Susanne Rappe Weber, Prof. Dr. Barbara Stambolis) ebenso wie aus dem Archiv der Arbeiterjugendbewegung (Maria Daldrup, Arne Schott), dem Förderkreis und Zeltlagerplatz e. V. (Konrad Gilges und Heike Langneff-Riedel) und der SJD - Die Falken (Maja Iwer, Loreen Schreck).

Musikalisch begleitet wird der Festakt von Naima Tiné und Frieder Kurbjeweit.

Im Anschluss nehmen wir euch ab 18.30 Uhr mit auf eine Führung durch das Archiv der Arbeiterjugendbewegung, bevor wir dann ab 19.30 Uhr bei einem gemeinsamen Abendessen und Arbeiterliedern den Abend ausklingen lassen.

Das Programm findet ihr hier zum Download:  2023_Jubiläum_Programm

Wir bitten um eine Anmeldung zum Archivjubiläum am 23. September 2023 per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter: 02368-55993. 

Wir freuen uns auf euch!

Ausstellung02

Das Eckige muss ins …, ach nein: Das Runde muss ins Eckige! Aber was hat das Archiv der Arbeiterjugendbewegung eigentlich mit Fußball zu tun? Das erfahrt ihr nur vor Ort!

Seit dem 15. August 2023 könnt ihr bei uns die Ausstellung „Der andere Fußball. 100 Jahre Arbeiterfußball – 125 Jahre Arbeitersport“ sehen. Wir freuen uns sehr, dass diese Wanderausstellung des Paderborner Kreises Arbeiterfußball nach Stationen im Deutschen Fußballmuseum und an vielen anderen Orten nun auch bei uns Halt macht. Bis zum 30. September 2023 könnt ihr eintauchen in die Welt des Arbeiterfußballs.

Ihr findet die Ausstellung in den Gängen des Salvador-Allende-Hauses/Sozialistisches Bildungszentrum im Haardgrenzweg 77 in 45739 Oer-Erkenschwick. Ein Besuch ist täglich von 10-18 Uhr möglich. Der Eintritt ist kostenlos – der spannende Einblick in die Geschichte(n) von Arbeitersport, Politik und Klassenbewusstsein unbezahlbar!

PROTESTORY! ist eine spielerische Auseinandersetzung mit Protestkulturen der Arbeiter:*innenjugend seit dem frühen 20. Jahrhundert bis heute. Das Ziel ist es, Gestaltungspotentiale jugendkulturellen Protests digital erlebbar und historisches Wissen für heutige Herausforderungen nutzbar zu machen. Die „Kunst des Protestes“, d. h. die Herausforderungen bei der Organisation von Protesten und Demonstrationen, steht genauso wie die im Kontext von Protesten entstandene „Protestkunst“ thematisch im Mittelpunkt.

PROTESTORY! zeigt die Vielfältigkeit von Materialien, die in den vergangenen Jahrzehnten im Kontext von Jugendprotesten entstanden sind und auch heute noch unseren Eindruck dieser Proteste prägen. Im Rahmen verschiedener ästhetisch-erzählerischer Mini-Anwendungen können Nutzer:innen die spannende Welt vergangener jugendlicher Protestkulturen entdecken. Die historischen Materialien, allesamt aus den Beständen des Archivs der Arbeiterjugendbewegung, dienen dabei dem Wissenserwerb und zugleich der Inspiration. Zudem soll es die Nutzer:innen ermuntern, Archive als Ort der Geschichtsschreibung und der gezielten Sammlung aktueller Jugendproteste wahrzunehmen.

PROTESTORY! ist ein Projekt des Archiv der Arbeiterjugendbewegung und wurde gemeinsam mit dem Digitalwarenkombinat umgesetzt. Das Projekt PROTESTORY! wurde entwickelt im Rahmen von „dive in. Programm für digitale Interaktionen“ der Kulturstiftung des Bundes, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Programm NEUSTART KULTUR. Die Digitalisate entstammen allesamt der Sammlung des Archivs der Arbeiterjugendbewegung.

Taucht ein in die Geschichte jugendlichen Protests unter: www.protestory.de

 

Daldrup ABG protestory III

 

Unsere interaktive Website Demokratie erLeben lädt zu einer Reise in die Vergangenheit der 1920er Jahre ein: Die Arbeiterkinder Karl, Anna und Gerda sind mit ihren Ortsgruppen der Roten Falken auf dem Weg in die Kinderrepublik. Mit vielen anderen Kindern und Jugendlichen aus der Arbeiter*innenjugendbewegung verbringen sie ihre Ferien in dem Zeltlager. In kurzen Filmen und anhand zahlreicher Fotos lernt man die Lebensbedingungen der drei Arbeiterkinder kennen und erfährt wie sich die Arbeiter*innenjugendbewegung vor Ort und im Zeltlager organisierte. 

Die fiktive Geschichte basiert auf den Quellen zu den Kinderrepubliken der Reichsarbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde. Die Arbeitsgemeinschaft wurde 1923 als sozialistische Erziehungsorganisation gegründet; sie organisierte 1927 die erste Kinderrepublik auf Gut Seekamp bei Kiel. Hier sollten die Kinder durch Selbstverwaltung demokratische Strukturen kennenlernen und eine solidarische Gemeinschaft erleben, die sich für eine bessere Zukunft der Arbeiterklasse einsetzt. 

Die Website wurde durch das Projektteam von Anne Mühlich und Gerd Müller im Rahmen eines Stipendiums des Kultur-Hackathons Coding da Vinci gemeinsam mit dem Archiv realisiert. 

demokratieerleben Screenshot englisch

2023 01 Mitteilungen online01

Die aktuellsten Mitteilungen des Archivs der Arbeiterjugendbewegung sind da! Die Mitteilungen 2023-I befassen sich mit dem Thema der Jahrestagung des Archivs im Januar 2023: „‘Wir sind das Bauvolk der kommenden Welt.‘ Klasse und Klassenkampf in der Arbeiter*innejugend“. Neben den Beiträgen der Jahrestagung gibt es aber wie immer noch viel mehr zu lesen und zu entdecken: Rezensionen zu aktuellen Büchern zur Geschichte der Arbeiter*innenjugend, Beiträge zu 100 Jahren Reichsarbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde sowie unserem aktuellsten Digitalprojekt „PROTESTORY!“ – und: natürlich die herzliche Einladung zu unserem 40-jährigen Archivjubiläum im September 2023.

Mitglieder des Förderkreises "Dokumentation der Arbeiterjugendbewegung" erhalten die zwei Mal jährlich erscheinenden Mitteilungen des Archivs der Arbeiterjugendbewegung automatisch per Post oder E-Mail. Allen anderen Interessierten stellen wir die Mitteilungen gerne als gedrucktes Exemplar für 5 Euro (inkl. Versandkostenpauschale) zur Verfügung. Hierzu genügt eine E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Alle Ausgaben - sowohl die aktuellste als auch ältere Ausgaben der Mitteilungen - sind kostenlos downloadbar auf unserer Homepage, siehe: https://www.arbeiterjugend.de/publikationen/zeitschrift-mitteilungen.html.

Viel Freude bei der Lektüre!

Das Kuratorium des Archivs der Arbeiterjugendbewegung wurde gegründet, um eine Verbindung des Archivs der Arbeiterjugendbewegung zu relevanten Archiven und Jugendverbänden zu schaffen, es mit fachlich-kritischen Hinweisen zu begleiten und zu unterstützen und die Sichtbarkeit in Forschung und Lehre, aber auch im politischen System zu erhöhen. Das Kuratorium wird von Prof. Klaus Schäfer geleitet.

Mitglieder des Kuratoriums des Archivs der Arbeiterjugendbewegung sind:

Prof. Dr. Stefan Berger

Maria Daldrup

Hildegard Fuhrmann

Günter Garbrecht

Konrad Gilges

Prof. Dr. Stefan Goch

Roland Klapprodt

Dr. Anja Kruke

Dennis Melsa

Reiner Prölß

Dorothea Schäfer

Prof. Klaus Schäfer

Loreen Schreck

Dr. Susanne Rappe-Weber

Martin Spilker-Reitz

Dr. Wolfgang Uellenberg-van Dawen

Michael Vollert

Eberhard Weber.

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